Twitter: Foto-Upload, Zukäufe, Heello und Subjot

Jubiläumsjahr*: Twitter akquiriert und expandiert, was der Vogel nur tragen kann

Twitter wächst und entwickelt sich zu einem umfassenden Social Media-Dienst. Seit kurzem ist der direkte Upload von Fotos möglich, die unkompliziert zur Nachricht hinzugefügt werden können. Mit Klick auf das Kamera-Icon unterhalb der Tweetbox öffnet sich das Fenster zur Auswahl des Bildes. Fotos bis 3 MB gibt’s in der Miniaturansicht.

Die über den Twitter-Account geladenen Fotos werden über den Hosting-Dienst Photobucket gespeichert und erscheinen in der Timeline mit einem pic.twitter-Link plus Mini-Bild für alle Follower. Dateien von Usern, die nicht zu den Followern zählen,  müssen noch einmal extra geladen werden. Bilder, die bisher über Drittanbieter wie Flickr oder Twitpic hochgeladen wurden, können auch weiterhin über diesen Weg getwittert werden.

 

Filesharing erweitert: Suchfunktion für Foto und Video, User-Galerie

 

Durch Vergabe eines spezifischen Hashtags können User die erst vor kurzem im Twitter-Angebot integrierte Suchfunktion für Fotos gezielt nutzen oder über die Buchstabenkombi „sp“ auch den gesamten Twitter-Datenpool nach passenden Bildern durchforsten. In nächster Zukunft sollen außerdem Mediengalerien eingeführt werden, die alle Fotos und Bilddateien eines Nutzers umfassen, auch jene, die möglicherweise über dritte Anbieter hochgeladen wurden. Damit geht das Soziale Netzwerk in direkte Konkurrenz mit etablierten Foto-Sharing-Anbietern wie Flickr oder auch YFrog. Die Nutzung des neuen Foto-Uploads via mobilen Twitter-App ist derzeit noch nicht möglich.

 

Twitter expandiert kräftig

 

Der US-amerikanische Mikroblogging-Dienst versucht seit ein paar Monaten sein Angebot zu erweitern, um sich als Soziales Netzwerk gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz von Facebook und Google+ zu positionieren:

 

Spannende Twitter-Apps und mögliche Alternativen

 

Twitter arbeitet aber nicht nur inhouse an einer Verbesserung der Usability (z.B. können User nervige Automaten-Tweets als Spam melden) und allerlei Zusatzangeboten, um die Nutzung persönlicher und für den Einzelnen attraktiver zu gestalten.

 

Fazit: Twitter geht in die Offensive, um im starken Wettbewerb der Sozialen Netzwerke gegen Google+ und Facebook, die ihre Nachrichtenplattformen beständig erweitern, nicht unterzugehen. Mit Einbindung von visuellen Inhalten sowie einer stetig verbesserten Suchfunktion sind die ersten notwendigen Schritte getan. Allerdings sind der immens hohe Anteil der nervtötenden Spams in der Timeline sowie die marginalen Möglichkeiten zur privaten Kommunikation weiterhin nicht besonders userfreundlich. Heello und Subjot als neue Twitter-Alternativen befinden sich jeweils in der Beta-Phase und bieten bis jetzt nur Basisfunktionen. Dabei geht Subjot in eine interessante Richtung, sowohl für Otto-Normaluser wie für’s Marketing: Durch die Zuordnung der Nachrichten (Jots) zu spezifischen Themenbereichen, werden Interessenszirkel und Foren wieder lebendig und werberelevante Zielgruppen leichter identifizierbar.

 

*Twitter ging im März 2006 online.

 

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