Social Media Plugins - Achtung Abmahngefahr

Shariff bietet Abhilfe

Anfang März sorgt ein aktuelles Urteil des Landesgerichtes Düsseldorf für Aufregung unter Website-Betreibern: Die Einbindung des Facebook Page-Plugin sowie anderer Social Plugins ist rechtswidrig, die Gefahr eine (teure) Abmahnung zu kassieren steigt. Mit Shariff hat das deutsche Fachmagazin c't eine datenschutzfreundliche Alternative entwickelt.

Abmahnungen mit Shariff verhindern (Foto: CCO- stocksnap.io)

Das Urteil & die Konsequenz

Die Diskussion rund um Social Media-Buttons und die Speicherung, Weitergabe oder Wieder-Verwendung von User-Daten ist nicht neu und sorgt immer wieder für Aufregung. Doch soweit wie das aktuelle Urteil des LG Düsseldorf im Fall "Verbraucherschutzzentrale NRW gegen Versandhändler" ging die (deutsche) Rechtssprechung bisher nicht: Die Einbindung des Page-Plugins und anderer Social Plugins, mit denen Userdaten ohne konkrete Zustimmung weitergeleitet oder genutzt werden, ist im Sinne des Datenschutzes rechtswidrig und hinsichtlich des Wettbewerbsrechts auch "unlauter". Das Urteil trifft auch den Like-Button, der gerne direkt auf der Website eingebunden wird, auch hier vermisst das Gericht die notwendige Möglichkeit, dass sich der User mit der Verwendung seiner Daten ausdrücklich einverstanden erklärt. Zusätzliche Informationen zur Datenverwendung im Impressum oder in den AGB der Website sichern den Betreiber hier nur bedingt ab.

Das Urteil könnte für viele viele Website-Betreiber unangenehme Folgen haben, die nächste Abmahnwelle ist vorprogrammiert. Aus meiner Perspektive ist das Urteil hinsichtlich eines umfassenderen Datenschutz absolut zu begrüßen, außerdem: es gibt für den Website-Betrieb smarte Möglichkeiten, um nicht auf die Einbindung der Social Media-Plattformen zu verzichten, so zum Beispiel das Plugin Shariff.

 

Shariff schützt vor Abmahnung

Mit dem Social Media-Plugin können relevante Inhalte mit nur einem Klick (statt der oft genutzten Double-Klick - 1. Klick Zustimmung, 2. Klick Sharing - Methode) geteilt werden, ohne dass dabei sofort User-relevante Informationen wie IP-Adresse, Surf-Verhalten etc. weitergereicht werden. Die Shariff-Buttons sind simple HTML-Links, die mit CSS zusätzlich gestaltet werden können. Die Kommunikation zwischen Website und Social Media-Dienst übernimmt ein nach dem Download von Shariff auf dem Server des Website-Betreiber abgelegtes Skript, dadurch werden vor Betätigen des Shariff-Buttons keine User-Informationen an Twitter, Facebook & Co übermittelt - im Gegensatz zu den meisten anderen bekannten oder von den Sozial Netzwerken selbst angebotenen Plugins. Webmaster oder Website-Betreiber können Shariff ziemlich einfach implementieren, die Basis-Komponente muss lediglich in den Quelltext eingebunden und das Button-Design nach Gusto angepasst werden. Der (Gratis-) Download von Shariff ist (mit Anleitung und Testseite) auf Github zu finden und nicht vergessen im Impressum auf die Shariff-Funktionen hinweisen.

 

Sie haben noch Fragen zum Thema oder brauchen Unterstützung bei der Implementierung von datenschutz- und userfreundlichen Social Media-Plugins? Wir sind gerne für Sie da.

 

 

Quellen:

datenschutzbeauftragter-info.de: Facebook Like-Button ist wettbewerbswidrig 

allfacebook.de: LG Düsseldorf: Like-Button und Social-Plugins sind rechtswidrig (FAQ zum Urteil)

heise.de: c't entwickelt datenschutzfreundliche Social Media Buttons weiter