Google Search-Trends: Umdenken im SEO nötig?

Personalisierte und "Soziale" Google Suche: Herausforderung für SERP und SEO.

Die bereits 2005 eingeführte personalisierte Google-Suche richtet die Reihenfolge der Suchtreffer am Such- und Surfverhalten und den daraus abzuleitenden Interessen des individuellen Nutzers aus. Dafür werden die Suchergebnisse anhand der bisherigen Suchhistorie und den angeklickten Treffern des Users sortiert.

„Datenkrake“ Google

Von Anfang an stand die personalisierte Suche sowie Googles offensichtliche Datensammelwut im Fokus der Kritik (Stichwort: Datenschutz). Tatsächlich startet seit 2009 die personalisierte Suche sofort bei jeder Ihrer, auch anonymen Suchanfrage. Wer kein Interesse an der kontinuierlichen Speicherung und Auswertung seiner Suchhistorie hat, kann die entsprechenden Cookies über die Browser-Einstellungen deaktivieren oder regelmäßig löschen.
Aber Achtung: wenn Sie die Cookies komplett blockieren, funktionieren auch andere Google-Features wie Gmail nicht mehr!

 

Personalisierte Suche und Herausforderungen für SEO

Bei den personalisierten Ergebnissen werden vom jeweiligen Nutzer häufig ausgewählte Websites, Domains oder URLs in der Ergebnisliste weiter oben angezeigt als in den allgemeinen Trefferlisten. Eine im Februar 2011 vorgestellte Studie der University of London zu den Mechanismen der personalisierten Suche zeigt dazu u. a., dass

 

 

Das Google das Nutzerverhalten (Absprungrate, Verweildauer, Klickverhalten,etc.) ins Ranking einfließen lässt, ist für viele SEO-Experten keine große Neuigkeit. Insgesamt werden daher die Auswirkungen der personalisierten Suche auf Rankings, die auf dem Klick- und Surfverhalten vieler Nutzer aufbauen, als eher gering eingeschätzt – die Vorlieben der einzelnen Nutzer werden in der breiten Gesamtheit keine besonderen Einfluss auf das SERP haben.

 

Google und die "Soziale" Suche

Es lässt sich noch nicht abschätzen, inwieweit die personalisierte Suche sich zur (von Google angestrebten) "Sozialen" Suche entwickelt, die den (noch) passiven Nutzer als im Social Web aktiven Konsumenten einbindet. Mit Einführung des Buttons „+1“ können (angemeldete) Nutzer seit kurzem Google Suchergebnisse und Werbeanzeigen ähnlich dem „Gefällt mir“-Button von Facebook bewerten. Daraufhin werden das Suchergebnis in eine Merkliste im eigenen Google-Profil aufgenommen und die anderen Nutzer informiert, dass dieses Ergebnis jemandem gefällt.

 

Fazit

Viele SEO-Profis sehen die zunehmende Personalisierung der Google-Suche zumindest nach außen hin gelassen. Für eine gute Positionierung im Google Ranking wie im Social Web zählen auf Dauer relevante Inhalte (nachhaltige Kommunikations- und Marketingkonzepte) sowie eine hohe, intuitive Benutzerfreundlichkeit auf den Websites.

 

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